Architekten.Widmaier.Seibert.

Architekten.Widmaier.Seibert.

Firma JRS, Werkszufahrt

Firma JRS, Werkszufahrt

Gebäude:
Die JRS-Gruppe, J.Rettenmaier@Söhne  ist weltweit als System- und Technologiepartner der modernen Industrie auf die Entwicklung und Herstellung von funktionalen Additiven auf Basis pflanzlicher Rohstoffe spezialisiert.

Hinter der innovativen,  „grünen“ JRS-Pflanzenfaser-Technologie und aus den daraus resultierenden Produkten und Anwendungen stehen mittlerweile mehr als 2500 Mitarbeiter an Produktions- und Niederlassungsstandorten in Europa, Amerika und Asien. Der Branchenmix umfasst Anwendungsfelder aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Kosmetik, Bau, moderne Werkstoffe oder Prozessadditive.
Die Firmenzentrale in Rosenberg-Holzmühle ist gleichzeitig größter Produktionsstandort für technische Anwendungen in der inhabergeführten Unternehmensgruppe.

Mit einer Erweiterung des Betriebsgeländes wurde eine zweite Werkszufahrt für An- und Ablieferung mit vorgelagertem LKW-Parkplatz erstellt. Verkehrstechnischen Vorgaben als auch die bestehende Höhenentwicklung im Gelände bestimmen maßgeblich Stellung und Größe der für die notwendigen Gebäude zu Verfügung stehenden Flächen. Im direkten Zufahrtsbereich waren ein Palettenlager, ein Pförtnergebäude mit Anmelde- und Bürobereich, eine überdachte LKW-Zufahrt mit LKW-Waagen in zwei Fahrbahnen für Ein- und Ausfahrt, sowie ein externes, eigenständiges, kleines „Sanitärgebäude“ auf engstem Raum anzuordnen. Innerhalb der Entwurfsphase entwickelten sich die Anforderungen für das Pförtnerhaus zu einem kleinen, eigenständigen Bürogebäude mit Reserveflächen für die künftige Entwicklung des Bürobetriebs und kleinem Sozialbereich.
Durch die Zusammenfassung der verschiedenen Funktionsbereiche in ein kompaktes „Pförtnergebäude“ und der separaten Stellung der Halle für das Palettenlager konnten sämtliche Vorgaben an die Gebäude auf den geringen, zur Verfügung stehenden „Restflächen“ zwischen Parkplatz und den Zufahrtsstraßen bzw. Fahrbahnen zum Betriebsgelände ralisiert werden.

Das „Pförtnergebäude“ gliedert sich in einen zweigeschossigen, quadratischen Gebäudeteil und einen „vorgelagerten“ eingeschossigen Baukörper.
Im Hauptgebäude sind im Erdgeschoss die notwendigen Büroflächen, im Obergeschoss vorwiegend die Sozialräume und Haustechnik untergebracht. Durch die Ausbildung von zwei Etagen für diese Bereiche und der dadurch möglichen Anbindung der Dachfläche an die Überdachung der LKW-Zufahrten in einer durchgängigen Höhe wurde die Konzeption eines durchgängigen, kompakten Gebäudes erreicht. Im eingeschossigen Baukörper sind eine Wartezone und ein Sanitärbereich für die LKW-Fahrer, sowie die Reserveflächen für den Bürobetrieb untergebracht.
Einfache, klare Formen bestimmen das „Pförtnerhaus“. Die einzelnen Funktionen lassen sich an den Gebäudeteilen durch deren unterschiedliche Geschossigkeit, Fassadengestaltung und Farbigkeit bereits von außen eindeutig erkennen. Die Hauptzugänge zum Gebäude befinden sich folgerichtig in den Fügepunkten der Baukörper. Sichtbezüge aus dem Gebäude auf das Betriebsgelände bzw. den vorgelagerten LKW-Stellplatz bestimmen die Fassadenöffnungen bzw. die Anordnung der Fensterbänder.

Bauherr:
J.Rettenmaier & Söhne GmbH & Co.

Leistungen:
Gebäudearchitektur

Fertigstellung:
2016

Standort:
Holzmühle – Rosenberg

Öffentliche Bauten + Gewerbe